Wer ist Bio Suisse?

Bio Suisse ist der Dachverband der Schweizer Knospe-Betriebe und Eigentümerin der eingetragenen Marke Knospe.

Der 1981 gegründete Dachverband vertritt die Interessen seiner rund 7’560 Knospe-Landwirtschafts- und Gartenbaubetriebe.  Alle Betriebe werden regelmässig von unabhängigen Stellen in Bezug auf die Einhaltung der strengen Bio Suisse Richtlinien kontrolliert und zertifiziert. Über 1’300 Verarbeitungs- und Handelsfirmen haben einen Lizenzvertrag (Markennutzungsvertrag) mit Bio Suisse.

Knospe-Produkte garantieren einen hohen Produktions-Standard und stehen für Geschmack und Genuss.

Hauptaufgaben von Bio Suisse

  • Interessensvertreterin der Schweizer Bio-Bäuerinnen und -Bauern
  • Marktöffnung und Marktkoordination für die Schweizer Biolandwirtschaft
  • Marketing und Kommunikation
  • Information und Öffentlichkeitsarbeit
  • Richtlinien: Weiterentwicklung und Qualitätssicherung

Bio Suisse Importpolitik

Bio Suisse verknüpft die Vergabe des Knospe-Labels an Importprodukte mit strengen marktpolitischen, technischen und ökolo­gischen Bedingungen.

Grundsätze:

  • Grundsätzlich wird nur importiert, was von Schweizer Knospe-Produzent:innen nicht oder nicht in genügender Quantität produziert werden kann.
  • Importe erfolgen prioritär aus dem nahegelegenen Ausland.
  • Einhaltung der Bio Suisse Richtlinien
  • Kein Import von Frischprodukten aus Übersee (ausgenommen Produkte, die aus klimatischen Gründen nicht in Europa angebaut werden können).
  • Die Verarbeitung findet, wenn sinnvoll und möglich, in der Schweiz statt.
  • Keine Flugtransporte
  • Strikte Warenflusskontrolle (die Rückverfolgbarkeit bis zum Landwirtschafts- oder Erzeugerbetrieb wird für jedes Importprodukt überprüft).

Kurz nach der Begründung des biologisch-dynamischen Anbaus durch Dr. Rudolf Steiner (1924) entstanden Betriebe in der Schweiz, die seine Methoden anwandten. In den 1940er Jahren entwickelte Dr. Hans Müller den organisch-biologischen Anbau und verankerte den Gedanken der nachhaltigen Wirtschaftsweise mit geschlossenen Kreisläufen. 1974 wurde das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) ins Leben gerufen, das die Beobachtungen der Pioniere des biologischen Landbaus wissenschaftlich zu untermauern suchte.

Die moderne Zeit des biologischen Landbaus wurde 1981 durch die Gründung der Vereinigung Schweizer Biolandbau-Organisationen (Bio Suisse) eingeläutet. Die ersten gemeinsamen Anbau-Richtlinien wurden 1981 verabschiedet, und gleichzeitig wurde die Schutzmarke Knospe für den kontrollierten biologischen Anbau eingeführt.

Der Schweizer Biomarkt und die Organisation Bio Suisse haben sich in den letzten Jahren sehr erfreulich entwickelt. Ende 2022 sind rund 17% aller Schweizer Bauernbetriebe und über 90% aller Schweizer Biobetriebe nach Bio Suisse Richtlinien zertifiziert.  Die Knospe ist eine begehrte Marke mit einer hohen Glaubwürdigkeit und einem beachtlichen Bekanntheitsgrad bei den Schweizer Konsument:innen.

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